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Lamaismus

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Definition Lamaismus: Der Lamaismus ist eine Sonderform des Buddhismus, mit dem hauptsächlichen Verbreitungsgebiet Tibet. Das Fundament wurde 632 n. Chr. durch eine Verbindung der traditionellen Bonreligion und dem Mahayana-Buddhismus gelegt. Kennzeichnend ist ein starker Glaube an Geister, Dämonen und Naturgötter, welcher aus der Bonreligion übernommen wurde (heutzutage noch deutlich an den Wandbildern der tibetischen Klöster zu erkennen). Der Lamaismus ist eine ausgesprochene Mönchsreligion. Die leitenden Mönche der Klöster werden meist auch als Inkarnation verstorbener geistiger Lehrer verehrt.

Weitere Merkmale:
  • Entstehung im 15.Jahrhundert (durch Ablösung der Rotmützen- durch die Gelbmützenmönche).
  • Aktive Mitglieder (nicht ausschließlich Mönche)
  • In Tibet : 10 000
  • 80 000 ausgewanderte Tibeter (in Nachbarstaaten wie Indien, Nepal; von dort aus jedoch 2/3 nach USA, Schweiz, Kanada, Großbritannien)
  • Strenge Religiosität der Mitglieder (tägl. Umgang mit Gebetsmühlen, Mantras e.t.c.)
  • Leitung des Staates (Tibet) und der Religion durch zwei Lamas (von China nicht anerkannt):
  • Dalai Lama (höchste Autorität)
  • Pantschen-Lama
  • Inkarnationsgedanke der Lamas (Wiedergeburt innerhalb von 49 Tagen)

Geschichte :
  • 650 – 850 : Tibet ist die vorherrschende Großmacht Hochasiens
  • Unter König Srongbtsan sgam-po’s („Von geradem Tiefsinn“, 620-649 ) Herrschaft :
  • Verlegung der Hauptstadt Tibets nach Lhasa (auch bezeichnet als „Ort der Götter“ )
  • Förderung der Buddhistischen Religion durch den Bau von Tempeln
  • Machteinbuße der vorher uneingeschränkten Bonreligion[1], dadurch immer stärker werdende Hinwendung des Volkes zum Buddhismus
  • Im 8. Jahrhunderts n. Chr. wird der buddhistische Mönch, Gelehrte und Dämonenbeschwörer Padmasambhava, „der aus einem Lotus Geborene” (um 717 bis 762), von Nordindien nach Tibet geholt, wo er als Rinpo-tse, der herrliche Lehrer, bekannt ist. In Tibet begründete er den ersten Orden der Lamas (Mönche [ursprünglich die höhere Geistlichkeit, später auch die rangniedere] ). Das erste Kloster, Lamsarie, wird 747 von ihm gegründet, später gründet er das Kloster Bamya, das er zum Mittelpunkt seiner Wirksamkeit macht. Von dort aus verbreitete sich die neue Religion sehr schnell. Er kann mit großen Mühen die Geister der Bonreligionen „bannen“, d.h. dem Tibetischen verhaftete Züge des Bontums mit dem Buddhismus synkretisch[2] zu vereinen. Dadurch bricht der Widerstand der Bonreligion.
  • Im 11. Jahrhundert setzt der mongolische Kaiser Kubilai Khan die höchsten Lamas des Klosters Sa-skya als weltliche Herrscher über Tibet ein. Sie regieren das Land bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. Mit dem Niedergang der Mongolenherrschaft entstand die doppelte Lama-Hierarchie des Dalai-Lama (mongolisch dalai: Ozean des Wissens) und des Pantschen-Lama (tibetisch pantschen-rin-po-che: Juwel des großen Gelehrten). Charakterisiert wird diese Doppelhierarchie dadurch, dass die höchsten Ämter nicht vom Vater auf den Sohn vererbt werden, sondern von den jeweiligen Inkarnationen Buddhas auf neue Inkarnationen.
  • Nach langer Zeit des äußeren Zerfalls Tibets tritt der Reformator Tsong-kha-pa ( 1357-1419 ) als Erneuerer der buddhistischen Lehre und Reformator des klösterlichen Lebens auf. Er gründet das erste Reformkloster dGa-Idan, in dem nun eine strengere Lebensweise herrscht.
  • Der Zustrom von Mönchen ist so groß, dass diese Reformsekte (dGe-luges-pa, „Tugendsekte“) die Führung des tibetischen Buddhismus übernehmen kann.
  • Vor seinem Tod prophezeit Tsong-kha-pa mKhas-grub-rje und dGe-dun grub-pa, seinen beiden vornehmsten Schülern, sie würden sich als Oberpriester ständig neu verkörpern – somit begründet er eine rein geistliche Übertragung priesterlicher Ämter.

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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